PRISM, Tempora & Co.

Es lässt sich schwer verhindern, dass ausländische Nachrichtendienste ihre heimischen Dienstleister zur Kooperation bewegen. Eine einfache Lösung ist möglichst auf diese Dienste zu verzichten (Google, Yahoo, Amazon, Ebay, Facebook, etc). Damit ist das Problem natürlich nicht gelöst, aber doch wesentlich entschärft.

Zudem ist es sinnvoll eher kleine Anbieter als Partner zu beauftragen. Je zentraler Nachrichtendienste auf Daten zugreifen können, umso mehr werden sich diese drauf stürzen.

Verschlüsselung der Kommunikationskanäle (SSL/TLS) und der Daten sind weitere Maßnahmen, die konkret greifen. Es muss nicht zwingend die härteste sein; schon ein paar Tage oder Stunden zum Entschlüsseln macht das großangelegte Abhören bereits unmöglich, zumindest sind die ausgewerteten Daten dann häufig veraltet.

Schließlich sind es aber wir, die entscheiden wer/wie/wo Daten abhört etc. Wir, die Demokratie als oberstes Gebot sogar in ferne Länder mit Waffengewalt einführen, wir sollten entscheiden. Sollte es nicht der Fall sein, dann sind wir vielleicht doch nur eine Minderheit oder doch keine Demokratie.

SaaS Web setzt nun auf Dedicated Private Cloud Infrastruktur

SaaS Web LogoSchon immer hat SaaS Web Skarlierbarkeit und hohe Erreichbarkeit mittels Virtaulisierung als Fokus gehabt.

Jetzt geht es eine Stufe nach oben: die Infrastruktur wird nach und nach auf VMware vSphere umgezogen und damit eine eigene Dedicated Private Cloud geschaffen. Die Außenanbindung beträgt 10 Gbit/s (redundant ausgelegt). Die Datastores sind ebenfalls redundant gehostet.

Die neue Hosting Plattform soll eine deutlich höhere Sicherheit bieten, sowohl in Bezug auf die Erreichbarkeit bei Lastspitzen als auch nach Ausfällen. Die Erreichbarkeit beträgt nun 99,99% im Jahresdurchschnitt.

Die gewonnene Flexibilität ist enorm, das System kann innerhalb weniger Minuten um das 100-fache an Kapazität erweitert werden (CPU/RAM/Storage); So können auch populäre/medienwirksame Webprojekte mühelos bedient werden.

SaaS Web bereitet OrganisedMinds Angebot vor

Die prämierte und beliebte OrganisedMinds Business Collaboration Software gibt es demnächst bei SaaS Web. Allerdings wird es nicht nur das „Shared Cloud“ Angebot geben sondern auch dedizierte Umgebungen, für einzelne Unternehmen, die eine eigene Plattform wünschen. Zieldatum ist der 2. Mai.

SAP möchte Cloud-Software Anbieter SuccessFactors für 2,4 Milliarden Euro kaufen

Für 3,4 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) soll die Firma US-Firma SuccessFactors den Besitzer wechseln. Die Zustimmung der Eigentümer sowie Kartellbehörden fehlt noch. Analysten bewerten den Kaufpreis als hoch – SuccessFactors hat in den letzten fünf Jahren 200 Millionen Dollar Verlust erwirtschaftet. SuccessFactors ist ein Cloud Anbieter aus Kalifornien für Back-Office-Lösungen, vertreten in zahlreichen Ländern weltweit.

Mehr dazu:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/SAP-zahlt-3-4-Milliarden-Dollar-fuer-Anbieter-von-Cloud-Software-1389533.html
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/uebernahme-von-successfactors-sap-macht-milliarden-angebot-fuer-cloud-spezialisten-11550439.html

Was ist Cloud?

Gute Frage, oder? Sooft wie Cloud in den Medien und diversen Anbietern genutzt wird, würde man meinen, dass es eine eindeutige Defintion von Cloud gibt; aber weit gefehlt, Cloud ist ein Begriff, der die Mindestanforderungen eines Systems beschreibt, aber keine konkrete Aussage zu der verwendeten Technik im Detail folgern lässt. Einigkeit über diese Mindestanforderungen gibt es konkret übrigens auch nicht…

Die Cloud beschreibt zunächst nur eine Form der Virtualisierung (Abstraktion der physischen Ebene) für den Betrieb einer Serverinfrasturktur, um bei Bedarf, die Hardware mühelos zu ersetzen oder weitere Server hinzuzufügen – diese Cloud wird auch IAAS (Infrastructure as a Service) genannt. Der Begriff Cloud wird aber auch für PAAS (Platform as a Service) oder SaaS (Software as a Service) genutzt. Auch hier geht es darum, die darunterliegende Schicht zu abstrahieren; bei PAAS wird ein Betriebsystem samt Einstellungen für den ad-hoc Betrieb von Anwendungen bereitgestellt (häufig von Entwicklern genutzt), bei SAAS wird ein Zugang für eine bestimmte Anwendung angeboten – beispielsweise ein Webmail Account.

Ob ein Dienstleistungsanbieter seine Produkte virtualisiert, automatisiert oder nicht, ist an für sich nur seine Sorge – die erbrachte Leistung (Serverinstanz, OS oder Anwendung) ist aus Nutzersicht nicht anders als wäre sie nicht virtualisiert. Aus Nutzersicht ist es vielmehr wichtig im Klaren zu sein über die möglichen Konsequenzen der Nutzung einer Cloud insbesondere wenn der Anbieter nicht im selben Land hostet, wenn die gehosteten Daten besonderen Schutz brauchen, wenn die Erreichbarkeit des Systems eine besondere Rolle spielt, etc. Dagegen müssen wiederum die Kosten für den Betrieb in Eigenregie gestellet werden. Wie sooft kommt man ohne Kompromis nicht weiter…

Die immer günstiger werdende Hardware bei steigender Leistung und die quasi flächendeckende Verbreitung von Breitbandanschlüssen hat zahlreiche Clouds mit unterschiedlichsten Angeboten erscheinen lassen und der Bereich Software as a Service wächst weltweit am schnellsten, da die Leistungen sich auch an Consumer richten.

Webhosting Unternehmen zum Stand heute bieten allerdings immer noch größtenteils „PAAS“ Produkte an, sprich einen einfachen Speicherplatz auf dem z. B. eine Webapplikation abgelegt und vom Kunden betrieben werden kann. Erst seit kurzem wird peu à peu auf SAAS umgestiegen meist mit selbstentwickelten, eingekauften oder gemieteten Website Builder Anwendungen.

Auf Wikipedia gibt es übrigens eine ausführliche Erklärung zu Cloud…